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Sich selbst im Wir neu erleben

23 Apr 17
brittakanacher
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Ich empfand es schon sehr faszinierend, was ich in einer Woche an und in mir entdecken und erleben konnte. Dies zusammen mit mir gänzlich fremden Menschen bzw. vielleicht gerade dadurch. Einerseits war es wie ein eintauchen in eine mir völlig unbekannte Dimension von „Wir als Gemeinschaft“. Andererseits war es wie ein herantasten an geahnte aber weitestgehend unantastbare Dimensionen meiner Persönlichkeit. Letztlich war es, wie ich es für mich formulieren möchte, ein „Sich selbst im Wir neu erleben“.

Ich habe schon öfter Seminare besucht und auch selbst schon einige geleitet. Dabei habe ich auch schon erlebt, wie Teilnehmende sich zu einer Gemeinschaft fanden und am Ende traurig waren, sich voneinander verabschieden zu müssen. Dennoch war die Offenheit und Nähe, die während der GIP-1-Seminartage und dem anschließenden Wir-Prozess in „Schloss Tempelhof“ entstanden, von besonderer Qualität.

Zwanzig Menschen, die sich überhaupt nicht kannten, überließen sich ab Montag 15 Uhr einem Gemeinschafts-Intensiv-Prozess (GIP 1). Dieser fand am Freitag um 13 Uhr sein Ende. Doch das Seminar war noch nicht gänzlich beendet. Am Freitagabend begann mit zehn weiteren Teilnehmenden die Phase des Wir-Prozesses. Ein interessanter „Bruch“, der durch zehn hinzugekommenen fremden Personen zu weiteren erstaunlichen Einsichten führte.

Zumindest was mich betrifft, meine ich, in diesen Tagen etwas Wesentliches emotional verstanden zu haben. Ich möchte behaupten, ich habe etwas „verfühlt“. Das Wort „verstanden“ bezieht sich auf den Verstand. Mit dem Wort „verfühlt“ möchte ich darauf hinweisen, dass  während des Seminars, im Wesentlichen nicht mein Verstand angesprochen und angeregt wurde. Vielmehr wurde mein analytisches Denken eher ausgehebelt oder unterlaufen. Meine emotionale Welt, mein emotionales Sein, wurde angeregt und hat reagiert!

So durfte ich die emotionale Erfahrung machen, dass sich Menschen auf einer mir vorher unbekannten Ebene von Menschlichkeit begegnen und so zu einem außerordentlichen gemeinsamen Miteinander finden können. Dabei war das gemeinsame Miteinander von besonderer harmonischer Qualität, da sich alle in ihrem Sich-selbst-sein begegnen konnten. Da sich alle im Sich-Selbst-Sein begegnen konnten, fühlten sich alle wertvoll und angenommen. Zumindest habe ich dies so empfunden! Dies war für mich eine außerordentliche emotionale Erfahrung, die ich sehr wertvoll empfand.  

 Was ich mit der unbekannten Ebene von Menschlichkeit meine, können Sie im Artikel: Sich-selbst-sein in ungeahnter Menschlichkeit nachlesen.

Hier geht es zur GIP-1-Seminarinfo

 


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